| Mein Anderer Dienst im Ausland |
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| Geschrieben von Hüppe Fabian | |
| Sonntag, 1. Juni 2008 | |
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Auf dieser Website werde ich so genau wie möglich über meinen „Anderen Dienst im Ausland (ADiA)“ in Ecuador vom 4.8.2008 - 4.7.2009 berichten und beim Aufkommen gezielter Projekte zum Spenden aufrufen. Durch meine Berichte zu den Projekten können Sie genau verfolgen, wo Sie mit Ihrer Spende sinnvoll und vor allem direkt helfen konnten, und jeder Zeit Fragen und Anregungen an mich unter Kontakt oder im Forum los werden. Auf Wunsch werden auch über Experiment e.V. Spendenbescheinigungen ausgestellt. Ich freue mich über jeden Leser meiner Berichte.
Mein Anderer Dienst im Ausland (ADiA) in Ecuador
Mit der Zusage für einen ADiA in Ecuador, mit dem auch meine Zivildienstpflicht erfüllt wird, ist ein riesiger Traum für mich in Erfüllung gegangen. Es ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, mittels gemeinnütziger Arbeit mit Land und Leuten in intensiven Kontakt zu treten und dabei ein lokales Projekt zu unterstützen. Ein solcher Zivildienst ist daher keine „touristische Konsumveranstaltung“, sondern verfolgt wie alle Programme von Experiment e.V. das Ziel: Voneinander zu lernen, Eindrücke und Erfahrungen über andere Länder zu sammeln und sie durch ehrenamtliche, gemeinnützige Arbeit in dem Gastland nützlich zu machen. Das Motto von Experiment e.V. lautet: Living Together · Learning together! Im Folgenden möchte ich Ihnen gerne einen kleinen Überblick über meinen ADiA und Experiment e.V., der Trägerorganisation, geben.
Experiment e.V.
Experiment e.V. ist eine gemeinnützige Organisation, die sich den Austausch zwischen Menschen aller Kulturen, Religionen und Altersgruppen zum Ziel gesetzt hat. Indem sie das Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft ermöglichen, wollen sie zu gegenseitigem Verständnis und dem friedlichen Miteinander der Kulturen beitragen. Neben Angeboten für Studenten und Schüler bietet Experiment e.V. durch Kulturerlebnisaufenthalte und eine weltweite Gastfamilienvermittlung Programme für jede Alterstufe an. Genauso wichtig ist jedoch auch der Austausch vor Ort. Jedes Jahr verbringen durch Experiment e.V. ausländische Studierende und Schüler sowie afrikanische Deutschlehrer Zeit in einer deutschen Gastfamilie und lernen unsere Kultur kennen und verstehen. Sollten Sie also Interesse daran haben sich die Welt ins Haus zu holen, fremde Kulturen und interessante Menschen kennen zu lernen, kontaktieren sie Experiment e.V. unter www.experiment-ev.de.
Der Ablauf meines ADiAs
Das 11monatige Programm unterteilt sich in einen 1monatigen Intensivkurs in Spanisch zum Erlernen eines mittleren Kenntnisstandes mit Einführungsseminar in Quito und in den Freiwilligendienst. Während des ersten Monats in Quito werde ich eine Einweisung in die Kultur des Landes, in die Arbeit und das Leben in der ländlichen Gegend sowie Unterstützung bei der Gewöhnung an das Leben in einer ecuadorianischen Gastfamilie erhalten. Im Anschluss an die 4wöchige Vorbereitungsphase in Quito folgt mein Freiwilligendienst im Projekt UNIR-E (A new Rural Initiative for Ecuador).
Das Projekt UNIR-E
Die Probleme Ecuadors sind vielfältig und reichen von sozialer Ausgrenzung über Armut bis hin zu Umweltproblemen wie Luftverschmutzung und Vernichtung von Lebensräumen. Weite Teile der Bevölkerung sind durch die Inflation und damit verbunden ständig steigenden Preisen bei gleich bleibenden Löhnen und hoher Arbeitslosigkeit in extreme Armut geraten. Damit ist auch die Kriminalität gestiegen. Korruption, v. a. in der Politik, ist ein latentes Problem des Landes. Die Menschen, die ohnehin am Rand der Gesellschaft standen, sind wieder einmal diejenigen, die am meisten unter der wirtschaftlichen Krise Ecuadors zu leiden haben. Vor allem die indigene Bevölkerung lebt auf der Strasse und muss sich von kleinen Arbeiten wie Schuhe putzen oder Betteln am Leben halten. Das UNIR-E Projekt, eine Gemeinschaftsinitiative von Mitarbeitern und Studenten der Central University, wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die ländlichen Gemeinden im Hochland der Provinz Pichincha, im Norden von Quito zu unterstützen und so die Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern. Die Unterstützung der Gemeinden findet hauptsächlich in den Bereichen Erziehung und Bildung, Landwirtschaft, Gesundheit und Ernährung und Viehzucht statt. Die Schulferien mit eingerechnet wird sich meine Arbeit zu ca. 50-60% auf den schulischen Bereich konzentrieren und zu ca. 40-50% die praktischen Bedürfnisse der Gemeinde umfassen. Mein durchschnittlicher Arbeitstag wird sich daher in zwei Bereiche aufteilen: die Arbeit in den Schulen (mit Fokus auf dem Unterrichten der Englischen Sprache, die mir wegen eines einjährigen Schüleraustausches in den USA mit Experiment e.V. sehr gut liegt) und die Arbeit in den Gemeinden. Neben dem Unterrichten an Schulen gibt es sehr vielfältige Projekte und auch immer die Möglichkeit mit der nötigen Eigeninitiative eigene Projekte ins Leben zu rufen. So habe ich seit dem 14.4.2008 begeistert an meiner alten Grundschule eine AG geleitet, in der ich den Schülern ein wenig mehr Englisch beigebracht und mich mit ihnen zusammen über Ecuador informiert habe. Mit den erarbeiteten einfachen Englisch-Kenntnissen hat jeder der 13 Schüler zum Ende einen Brief geschrieben und ein kleines Geschenk gebastelt, welche ich in die Schule nach Ecuador mitnehmen werde. Toll wäre es, wenn sich daraus Brieffreundschaften oder sogar eine Partnerschaft entwickeln würde, jedoch bin ich nun erst mal gespannt, wie die Reaktion auf ecuadorianischer Seite sein wird. |
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| Letzte Aktualisierung ( Samstag, 19. Juli 2008 ) |



